Über uns


 

  Was sind Sturmjäger?

 

Als Sturmjäger (engl. Stormchaser) bezeichnet man Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Unwetter auszumachen, zu beobachten, zu verfolgen und mit Mitteln der Fotografie und des Films zu dokumentieren.

 

Sturmjäger kooperieren oft mit Wetterdiensten und stellen ihnen ihre gesammelten Daten zur Verfügung, damit diese gegebenenfalls Warnungen herausgeben oder konkretisieren können. Die Ergebnisse und Dokumentationen werden auch auf Onlineforen, teameigenen Webseiten und in sozialen Medien veröffentlicht und gelegentlich für Kongresse sowie wetterbezogene Vorträge aufgearbeitet. Auch die nachträgliche Kartierung, Dokumentation und Analyse von Unwetterschäden kann zum Tätigkeitsspektrum eines Sturmjägers gehören. Neben diesen Aufgaben steht zudem die Aufklärung der Bevölkerung über die Naturgewalten im Vordergrund.

 

Die Ansprüche der Wetterdokumentation reichen von einem wissenschaftlichen Erfassen von Wahrnehmungen über eine mehr ästhetische Betrachtungsweise dieser Erscheinungen bis hin zur Abenteuerlust, die auch von der Faszination dieser Naturgewalt verursacht wird.

 


  Die Gründung des Bundeslandteams & Projektverlauf

 

Das Stormchaser-Team Sachsen-Anhalt wurde bereits im Dezember 2012 gegründet. Mitwirkende waren Justin Wenk sowie Ex-Teamkollege Christopher Irmer. Am 22.12.2012 wurde nachfolgend eine teaminterne Facebook-Gruppe erstellt, hier fanden unter anderem Besprechungen rund um das Projekt statt. Genau 1 Jahr später verlagerten sich diese in eine WhatsApp-Gruppe, welche für uns seitdem eine gute Kommunikationsmöglichkeit darstellt. Zuvor ging im Februar 2013 direkt nach dem ersten Teamtreffen die inoffizielle Website online, etwa 2 bis 3 Monate später folgte nachfolgend die offizielle. Zu dieser Zeit fanden sich weitere Stormchaser aus dem gesamten Bundesland zusammen.

 

Neben diesen wichtigen Meilensteinen wurden auch weitere Neuerungen eingeführt. Beispielsweise werden Informationen zu derzeitigen sowie anstehenden Unwetterereignissen herausgegeben und über einen Live-Ticker folgen regelmäßig Unwettermeldungen und -beobachtungen. Des Weiteren kann man die Stormchasings unserer Teamkollegen live über das GPS-Tracking (die Positionen können hiermit in Echtzeit ermittelt und zurückverfolgt werden) sowie ein geplantes Live-Stream-Projekt mitverfolgen. Außerdem wurden im Jahr 2013 neben dieser Neuigkeit Kooperationen mit dem Unwetternetzwerk (UWN) als auch mit TornadoMap gestartet.

 

Im Laufe des Jahres 2014 als auch 2015 kam es zu einem teaminternen Konflikt, bei welchem der ehemalige Teamleiter Christopher Irmer aus dem Team ausstieg. Kurz darauf ging die Website nach längerer Inaktivität infolge des Konflikts offline. Der nachgerückte jetzige Team- und Projektleiter (vorher zum Teil stellvertretend) Justin Wenk begann daraufhin mit umfangreichen Wartungsarbeiten und aktualisierte die komplette Website. Seit Anfang August ist sie wieder erreichbar und auch Teambesprechungen, welche zuvor mehrmals scheiterten, wurden durchgeführt.

 


  Gibt es auch bei uns schwere Unwetter?

 

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu Unwettern (z.B. Gewittern), die auch schwer ausfallen. Es gab auch schon dutzende Tornados, wobei einige sogar relativ stark ausfielen. Im Gegensatz zu den USA treten diese bei uns anzahlmäßig allerdings seltener auf, was sich v.a. darauf zurückführen lässt, dass in den USA die Gebirgszüge (Rocky Mountains im Westen und Apalachen im Osten) von Nord nach Süd verlaufen, somit können die kalten Luftmassen aus dem Norden und die warmen Luftmassen aus dem Süden ungehindert aufeinanderstoßen.

 

Ein gutes Beispiel für einen -für unsere Region- sehr starken Tornado ist der Vorfall vom 23.06.2004 in Micheln (Sachsen-Anhalt). Laut Augenzeugen (unter anderem Sturmjägern) kam es dort zu einem Tornado der Stärke F3 auf der Fujita-Skala (F0 bis F5), die Windgeschwindigkeiten dürften dabei bis etwa 300 km/h gereicht haben! Es gab mehrere Verletzte und sehr große Schäden. Auch einzelne Dokumentationen über Tornados der Stärke F4 sind uns bekannt, zudem hat es F5-Tornados und Rekordhagel mit Größen von weit über 10cm Durchmesser (zuletzt im Jahr 2013, hierbei handelte es sich um Hagelgeschosse mit einer Größe von mindestens 14cm, dies stellte den größten Hagel dar, der hier jemals dokumentiert wurde) in Deutschland bereits öfters gegeben.