[2016] 25.06.2016 - Einzelzellen & großes Teamchasing

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26 Jun 2016 12:23 - 23 Apr 2019 06:42 #49 von Justin Wenk
Justin Wenk erstellte das Thema [2016] 25.06.2016 - Einzelzellen & großes Teamchasing
 
Zusammenfassung
 
 
Art, Intensität und Zelltyp
 
 
Gewitter, teils schwere Einzelzellen; auch eingelag. Systeme
 
 
Beteiligte Teammitglieder
 
 
André, Roy, Alex, Ricardo, Justin, Thüringer Stormchaser
 
 
Chasingorte/ betroffene Orte
 
 
Bevorzugt SN, TH, SA / weite Teile Deutschlands
 

Wetterlage

Am 25.06.2016 verlagerte sich eine Kaltfront über Deutschland hinweg. Dabei sickerte im Westen und Nordwesten bereits eine kühlere und stabiler geschichtete Luftmasse ein. Alle anderen Teile Deutschlands verblieben zunächst noch in einer potentiell instabilen, feuchtwarmen sowie hochenergetischen Luftmasse. Besonders im Vorfeld der Kaltfront entwickelten sich recht verbreitet teils schwere Gewitter, auch an der Kaltfront selbst bildeten sich lokal starke Systeme.

Örtlich kam es zu heftigen Starkregen mit Überschwemmungen, schweren Sturmböen (vereinzelt auch orkanartigen Böen) und zu größeren Hagel.

Chasingbericht & Bilder

Unsere Teamkollegen Roy und Justin machten sich am 25.06.2016 gegen 14.30 Uhr von Halle aus auf den Weg in Richtung Osten/ Südosten. Zunächst planten wir die Zellen bei Chemnitz abzufangen, diese hatten laut Radar eine extreme Intensität und auch die Blitzrate war ganz gut.

Auf der A72 fuhren wir unter einem Eisschirm entlang, an welchem sich ausgeprägte Mammatus-Wolken bildeten. Hierfür hielten wir an einer Raststätte.




Da die Chemnitzer Zelle schwächelte, haben wir uns dazu entschieden stattdessen in Richtung Thüringen weiterzufahren. Hier gab es in der Nähe von Gera ein Gewittersystem mit starkem Hagelkern.

Kurz darauf haben wir mittels dem Stormchaser-GPS-Tracking gesehen, dass Ronny Kemmler und weitere Thüringer Stormchaser direkt hinter uns folgten. Damit diese uns einholen konnten, fuhren wir etwas langsamer auf der A4 entlang.

Etwas später hielten wir gemeinsam auf einem Feldweg. Mittlerweile war die Zelle so weit nördlich gezogen, dass wir letztendlich bei Zeitz standen. Man hatte freie Sicht auf das Gewitter, welches leider langsam zusammenfiel.




Dahinter folgte allerdings eine weitere Zelle.



Unsere Teamkollegen André & Alex trafen auch noch nachträglich ein und gesellten sich dazu. Das Treffen wurde gleich für einen traditionellen Besuch bei Mecces genutzt.

Während dem dortigen Aufenthalt entstanden bereits weitere Gewitter in der Nähe von Zeitz. Diese fingen wir natürlich auf einem naheliegenden Feld ab.









Etwa 1 Stunde später kam die Kaltfront immer näher. An dieser zog etwas nördlicher (Mansfeld/ Südharz-Saalekreis-Halle) eine Linie auf, in welcher auch teils schwere Gewitter eingelagert waren. An unserem Standort war die Lage so gut wie durch, da es nicht weiter südlich anbaute.

Man hatte dennoch gute Sicht auf die Ereignisse im Umfeld sowie auf den gleichzeitigen Sonnenuntergang.





André und Alex haben sich dazu entschieden abzufahren, dabei sollte es in nordöstliche Richtung gehen. Dadurch konnten sie sich noch vor die Linie setzen, welche eine Shelfcloud hervorbrachte.






Auch Ricardo kam nun dazu und konnte das Gewittersystem in der Nähe vom Flughafen Leipzig/ Halle abfangen, ebenfalls mit schönen Strukturen. Zuvor kam es unter anderem in Teilen von Mansfeld-Südharz, dem Saalekreis und in Halle zu lokalen Überschwemmungen. Örtlich gab es auch Sturmböen und Hagel.



Roy und Justin gerieten auf dem Rückweg in die Zellen und mussten auf der A9 kurzzeitig anhalten, da es infolge des heftigen Starkregens zu massiven Sichteinschränkungen kam. Hier kam der Verkehr generell teils zum Erliegen. Ziel war es zu Ricardo zu gelangen, was später auch gelang.

Zuvor sah es wie folgt aus:




Von Ricardos Standort aus konnten wir zum Schluss den Abzug beobachten und sogar noch einige Blitze festhalten.






Nachdem die Lage so gut wie beendet war und eine allmähliche Abschwächung erfolgte, ging es nachhause.

Unwetterschäden & Analyse (allgemein)

Örtlich kam es zu Schäden infolge von Überschwemmungen, Hagel und/ oder auch Sturm. In einigen Teilen Deutschlands gab es durch die Unwetter auch einige Verletzte.


LG Justin

Projekt- und Teamleiter der Stormchaser Sachsen-Anhalt
Letzte Änderung: 23 Apr 2019 06:42 von Justin Wenk.
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